Auf Molke 7 – Gebackener Tomme Vaudoise mit Granatapfelsirup und Thymiancrackern


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Leute, die Saison für gebackenen Käse hat begonnen! Nagut.. theoretisch braucht es dafür keine extra Saison, aber wenn es eine gäbe, dann würde sie jetzt beginnen! Die kälter werdenden Temperaturen laden geradezu zu gebackenem Käse und anderem wärmenden Soul Food ein und dessen verbleibende Spuren können nun auch wieder praktisch unter Oversize Pullovern und Daunenjacken versteckt werden .

Wer an gebackenen Käse denkt, dem schießen wohl auch Szenarien von Abenden auf der Alm, mit ringsherum schneebedeckten Bergspitzen, Skiliften, Holzhütten und Bergziegen in den Kopf. Die Heimat des Tomme Vaudoise kann zwar mehr mit fruchtbaren Tälern und einer Hügellandschaft aufbieten, wird der Weißschimmelkäse heutzutage doch vor allem in der Gegend rund um den Genfer See hergestellt, jedoch war es kein anderer Käse als dieser, welchen ich als Richtigen auserkoren habe, um ihn mit Granatapfelsirup, Feigen und Pistazien einen Bund eingehen zu lassen.

Unwissende würden einen der bekanntesten Käse der Schweiz äußerlich wohl mit einem Camembert verwechseln, kommt er mit seinen etwa 8-9cm Erscheinung in einem ähnlichen Format wie der französische Weißschimmelkäse daher, jedoch ist der Tomme Vaudoise im Gegensatz zum Camembert aus pasteurisierter Milch erzeugt und unterscheidet sich auch sonst geschmacklich. Mit seinem cremig milden Kern setzt der junge Tomme Vaudoise sich gegen den eher mild quarkigen Kern des französischen Gegenspielers meiner Meinung nach klar durch.

Wird der Vaudoise heutzutage in vielen verschiedenen Sorten angeboten, ob aus Kuh-, Ziegen oder Schafsmilch, mit Kümmel und vier verschiedenen Fettstufen, so habe ich mich an den ganz klassischen Vaudoise à la creme gehalten, um für Björn von Herzfutter mein Stück Schweizer Käsegenuss beizusteuern. Unter dem Motto „12x Schweizer Käse – 12x Genuss“ können Blogger und Youtuber ihren Lesern vor Augen führen was die Schweiz in Sachen Käse alles zu bieten hat! Von Evergreens wie Appenzeller Käse, Schweizer Emmentaler, Gruyère oder Tête de Moins über Bündner Bergkäse, Vacherin, l’Étivaz oder Sbrinz – das Event bietet ein Fest für alle Käseliebhaber! Wer mich kennt, der weiß, dass ich mich wohl ausschließlich von Käse und Schokolade ernähren könnte, so kam das Thema für mich wirklich wie gerufen!
Herzfutter Blog-Event – 12 x Schweizer Käse, 12 x Genuss!

Um den Tomme Vaudoise nicht all zu sehr die Show zu stehlen, habe ich mich dazu entschlossen ihn lediglich mit Thymiancrackern, Granatapfelsirup und Feigen zu servieren. Möchte man den gebackenen Tomme Vaudoise als Hauptspeise verzehren, so könnte ich mir auch gut ein Rukolabett für den Vaudoise vorstellen, ob Dessert oder als Solo-Gericht, ein wunderbares winterliches Gericht, welches eine edle Variante zum Fertig-Camembert aus der Pappschachtel darstellt!

 

Rezept:
(für 2 Personen Hauptspeise/
für 4 Personen Vorspeise)

2 Tomme Vaudoise (à 100 Gramm)
4 Feigen
50 Gramm Pistazin
1 Granatapfel

Thymian Cracker:
150 Gramm Mehl
2 El Öl
50 Gramm Joghurt
1/2 Tl Salz
1 Tl gehackten, frischen Thymian
nach Belieben noch Paprikapulver, Pfeffer, etc.
Granatapfelsirup:
1 Granatapfel
1 Tasse Zucker
2 El Wasser

nach Belieben Rucola

Zubereitung:

Für die Thymiancracker zunächst das Mehl in eine Schüssel schütten.
In die Mitte des Mehls eine Kuhle formen, in welche Öl, Joghurt, Salz und Thymian gegeben werden.
Alle Zutaten miteinander verkneten, ist der Teig noch zu krümelig, gibt man noch etwas Milch zum Teig, bis man einen elastischen, formbaren, jedoch nicht mehr klebrigen Teig erhält.

Teig einen halben Zentimeter dünn ausrollen, aus der Teigplatte anschließend Rechtecke schneiden. Cracker auf ein Backblech verteilen und bei 170° ca 12 Minuten knusprig hellbraun backen.
Für den Granatapfelsirup, den Granatapfel halbieren und mithilfe eines Holzlöffels, die Granatapfelkerne aus dem Granatapfel schlagen. Dafür hebt man den Granatapfel über eine mit Wasser gefüllte Schüssel und klopft mit einem Holzlöffel auf die Schale des Granatapfels. Sind die Kerne gelockert, kann man sie in der Schale unter Wasser leicht und ohne Sauerei auslösen.

Die Granatäpfel werden mit der Tasse Zucker und zwei Esslöffeln Wasser nun aufgekocht.
Die Mischung sollte nun ca eine Viertel Stunde köcheln, damit sich genug Flüssigkeit aus den Granatäpfeln auskocht. Anschließend muss der Sud durch ein feines Sieb gegossen werden, damit die Kerne sich vom Sirup trennen. Auf die im Sieb verbliebenen Granatapfelkerne mit einem Löffel leicht Druck ausüben, um den letzten Granatapfelsaft für den Sirup zu erhalten. Danach kann der fertige Sirup abkühlen.

Die Feigen im Kreuzschnitt zerteilen. Pistazien in einer Pfanne ohne Öl leicht anrösten.

Wer mag, kann den gebackenen Vaudoise auf einem Rucolabett servieren.
Dafür kann man ein Dressing aus einem Teelöffel Senf, drei Esslöffeln Öl und zwei Esslöffeln Wasser anrühren und mit Salz, Pfeffer und Thymian abschmecken. Kurz vor dem Servieren, muss der Rucola lediglich noch durch das Dressing gezogen werden und ist dann servierbereit.

Den Tomme Vaudoise für ca 15 bis 20 Minuten bei 200 Grad backen bis der Käse warm und im Inneren flüssig ist.
Den warmen Vaudoise mit Feigenvierteln, Granatapfelkernen, Sirup und gerösteten Pistazien on top servieren. Mitsamt der Cracker ist es eine ideale Vorspeise für ein winterliches Menü!

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4 thoughts on “Auf Molke 7 – Gebackener Tomme Vaudoise mit Granatapfelsirup und Thymiancrackern

  1. Liebe Kathrin,
    mir fällt nur ein Wort zu dem Beitrag ein: Wow! Das sieht so lecker aus… wie der Granatapfelsirup über den Käse läuft… einfach nur perfekt! Aber auch geschmacklich klingt die Kombi richtig gut. 🙂
    Vielen Dank auf jeden Fall für diesen grandiosen Beitrag.
    Liebe Grüße
    Björn

  2. Schmeckt super lecker. Habe was ähnliches auch gebacken…anstelle von Granatapfel aber Honig genommen. Bin sicher, dass es auch mit Granatapfel super lecker schmeckt.

    LG, Diana

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